Was unterscheidet eine Familienstiftung von einer Erbfolge?
Eine Familienstiftung ist ein rechtlich selbstständiges Vermögen mit eigener Rechtspersönlichkeit. Das eingebrachte Vermögen gehört nicht mehr einzelnen Familienmitgliedern, sondern der Stiftung selbst – seine Verwendung richtet sich dauerhaft nach der Satzung, unabhängig von künftigen Generationswechseln.
Wofür eignet sich eine Stiftungslösung?
Stiftungen bündeln Vermögen dauerhaft, statt es bei jedem Erbfall neu aufzuteilen. Das kann sich anbieten, wenn Unternehmensbeteiligungen oder größeres Immobilienvermögen über Generationen zusammengehalten werden sollen und Familienmitglieder über Bezugsrechte gleichzeitig an den Erträgen beteiligt bleiben sollen.
Welche Alternativen gibt es zur Stiftung?
Neben der Stiftung kommen je nach Ziel Familiengesellschaften oder gestufte Übertragungsmodelle mit Nutzungs- und Rückforderungsrechten infrage. Welche Struktur passt, hängt von Vermögensart, Familiengröße und den langfristigen Zielen der Familie ab.
Welchen Preis hat die Bindung an eine Stiftung?
Eine Stiftung ist auf Dauer angelegt und lässt sich nur unter engen Voraussetzungen wieder auflösen. Familienmitglieder verlieren den unmittelbaren Zugriff auf das eingebrachte Vermögen – dieser Verlust an Flexibilität sollte der Bindungswirkung einer Stiftung bewusst gegenübergestellt werden, bevor eine Entscheidung fällt.
Sie prüfen eine Stiftungslösung oder eine andere Struktur für Ihr Familienvermögen?
Schildern Sie uns die Vermögensart, die beteiligten Familienmitglieder und Ihre langfristigen Ziele.